Wir produzieren Honig nach den Richtlinien der “Deutschen Honigverordnung”. Hier wird ein
Lebensmittel höchster Qualität angeboten, da die Honigverordnung verschiedene Kriterien fordert, die für
die Güte des Honigs ausschlaggebend sind. Honig ist aber in Farbe, Geschmack und Konsistenz
verschieden. Unterschiede ergeben sich schon durch wechselndes Klima im Jahr. Das ist verständlich,
wenn man berücksichtigt, dass der meiste Honig aus dem Nektar der zur Verfügung stehenden Blüte
erzeugt wird. So werden Sortenhonige angeboten, z.B., Rapshonig, Löwenzahnhonig, oder auch
Frühtracht, Sommertracht oder Spättracht. Bei der Frühtracht handelt es sich um Honig aus Nektar von
Schwarzdorn, Weide, Ahorn, Kirsche, Löwenzahn, Äpfel und Weissdorn. Der Sommerhonig aus Himbeere,
Brombeere, Wiesenblumen, der Spättrachthonig aus Weissklee, Linde, Wiesenblume, und Honigtau. Rindenläuse saugen aus
dem Wirtsbaum Säfte, die dann einen Siebmagen durchlaufen. Hierbei werden Eiweißstoffe, die Aminosäuren vom Insekt zur
Verarbeitung aufgenommen, während das mit Mineralstoffen angereicherte Zucker wieder ausgeschieden wird. Dieses
Zuckerwasser wird von Bienen und Ameisen aufgenommen und von den Bienen zu Honig verarbeitet. Da die
Zuckerwassertropfen bei reicher Produktion herunterfallen, und auf den Pflanzen darunter wie Tau kleben bleiben spricht man
hier von “Honigtau”. Dieser Waldhonig, Honigtau hat je nach Wirtsbaum unterschiedliche Mineralanteile, was sich auch in
Farbe und Geschmack zeigt. Honig von Fichte und Tanne sind besonders dunkel, von Ahorn, Eiche und anderen Laubhölzern
weniger dunkel mit einem malzartigen Geschmack. Bei der Verarbeitung des Nektars durch die Bienen werden Fermente
zugesetzt, die die Zuckerarten Trauben- und Fruchtzucker trennen. Hierdurch kristallisiert der Honig aus, und wird schließlich
fester. In der letzten Phase wird dann der Honig ständig gerührt, so dass er schließlich eine cremige Konsistenz erhält. Honig
zieht sich im Glas je nach Temperatur zusammen oder dehnt sich aus. Hierbei gelang Luft zwischen Honig und Glas, was als
Streifen und Blumen zu erkennen ist, aber keine Wertminderung bedeutet. Honig nimmt bei seiner hohen Zuckerkonzentration
aus der Luftfeuchtigkeit auf. Darum muss ein Honigglas stets, außer bei unmittelbarem Gebrauch, fest verschlossen bleiben,
und kühl und trocken aufbewahrt werden. Der von den Blüten gesammelte Nektar hat einen Wassergehalt von etwa 40-60%.
Die Honigverordnung schreibt aber einen Wassergehalt unter 18% vor. Das bedeutet, dass die Bienen den Nektar durch
ständiges Umtragen mit Verdunstung auf den entsprechenden Wassergehalt bringen müssen. Der Imker nennt es reifen des
Honigs, was die Bienen durch Verschließen der Zelle mit einem Wachsdeckel andeuten. Dennoch wird mit einem
Refraktometer der Wassergehalt gemessen und erst nach dieser Prüfung kann der Honig geschleudert werden.